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2000
 

Jahresbericht der KRR 2000

Und wieder geht eine Rudersaison zu Ende, für die Katharineum-Ruderriege die nunmehr 96. ihrer Geschichte und gleichzeitig eine der erfolgreichsten der letzten Jahrzehnte.

Offizieller Beginn der Saison war das traditionelle Anrudern nach Hamberge, dieses Jahr zusammen mit den anderen Schülerruderriegen der Stadt Lübeck, wo Herr Hildebrandt schon mit seinen gegrillten Würstchen auf uns wartete.

Doch schon knapp drei Monate vorher fanden im Zuge des Wintertrainings zwei Wettkämpfe statt. Der Ergometer-Kurzstrecken-Cup in der Thomas-Mann-Schule, wo sieben Ruderer teilnahmen und gute Platzierungen erlangten. Wenig später war der Vergleichswettkampf der Lübecker Wassersportvereine, wo es galt, seine Gegenmannschaften in den Disziplinen Hindernisstaffel, Basketball, Tauziehen und einer Rallye zu schlagen. Unsere Mannschaften belegten in ihren jeweiligen Altersgruppen zwei dritte, einen fünften und einen sechsten Platz.

Am 29./30. April bot die Riege einen Schnuppernachmittag für alle Schüler an; die Schüler wurden von den Ausbildern kurz eingewiesen, und schon kurz danach konnten sie ihre ersten Ruderversuche starten. Die Großzahl derer sind dann auch in die Ausbildung eingetreten, die dieses Jahr an drei Nachmittagen in der Woche stattfand.

Eine Woche später fuhren an die 35 Teilnehmer der 9.-13. Klasse nach Hannoversch Münden zum Wesermarathon. Bei diesem Wesermarathon ist eine Strecke von wahlweise 53, 80 oder 135 km an einem Tag zurückzulegen. Dieses Jahr fuhren 2 Vierer von uns die 135 km lange Strecke von Hann. Münden nach Hameln, wo sie nach knapp 13 Stunden Fahrt mit rotgebrannten Köpfen und völlig kaputten Händen ankamen. Diese Schilderung mag hart klingen, es hat aber durchaus Spaß gemacht. Die anderen Boote fuhren die 80 km-Strecke.

Über das Himmelfahrtswochenende fuhren wir mit insgesamt 14 Teilnehmern nach Lauenburg.

Am Pfingstwochenende (10.-12. Juni) machten sich 19 Ruderinnen und Ruderer zum Priwall auf, um das verlängerte Wochenende sinnvoll zu nutzen. Das obligatorische Bad in der saisonbedingt noch relativ kalten Ostsee gehörte auch dieses Jahr wieder zum Standardprogramm einiger weniger Ruderer.

Am gleichen Wochenende fanden in Bad Segeberg die Landesmeisterschaften statt, bei denen eine Trainingsgemeinschaft KRR/Lübecker Ruderklub im Junior-A-Achter teilnahm und gleich auf Anhieb (die Trainingsgemeinschaft existiert erst wieder seit Sommer 1999, und die Ruderer sind davor noch keine gemeinsamen Regatten gefahren) den Titel des Landesmeisters gewann, gegen harte Konkurrenz aus Friedrichstadt und der Lübecker-Ruder-Gesellschaft.

Über die Abitur-Ferien fuhren diejenigen, die nicht am Abitur beteiligt waren, nach Salem.

Bei der Abiturientenentlassungsfeier wurde dem Vorstandsteam der letzten Jahre um den ehemaligen 1. Vorsitzenden Philipp Manthey mit einem kleinen Präsent für die Arbeit und ihren Einsatz gedankt.

Am 11. Juli war der Landesentscheid "Jugend trainiert für Olympia" in Ratzeburg. An diesem Tag sollte sich entscheiden, ob sich ein Jahr Training mit dem Klubtrainer Marc Oliver Klages gelohnt hat oder nicht. Das Katharineum startete wiederum mit einem Achter, dieses Rennen konnte es gegen die Lauenburgische Gelehrtenschule Ratzeburg auch souverän gewinnen und qualifizierte sich somit für den Bundeswettbewerb in Berlin. Das zweite Achterrennen nun im Jahrgang 82/83 (dieser Jahrgang darf nur auf Landesebene fahren) konnte die KRR ebenfalls klar gegen das Friedrich-Schiller-Gymnasium Preetz gewinnen.

In den ersten zwei Wochen der Sommerferien dann fuhr der härtere Kern nach Schweden, um auf dem Dalslandkanal die Sommerwanderfahrt (ROWdies-Tour) zu beginnen. Diese zwei Wochen waren im Besonderen durch die Einsamkeit und die landschaftliche Schönheit Schwedens geprägt und werden wohl allen Teilnehmern unvergeßlich bleiben, zumal wir auf Inseln übernachteten, sprich fernab jeglicher menschlicher Zivilisation.

Am Ende der Sommerferien gab es dann eine spezielle Wanderfahrt für unsere Auszubildenden nach Rothenhusen, wo die Jüngeren von uns ihre Ruderfertigkeiten vertiefen konnten.

Vom 8.-10. September konnten diese bei der Skiffausbildung in Salem lernen, wie man mit einem Renneiner (Skiff) fährt. Die Ausbildung schloß mit der Skiffprüfung, die alle Anwärter ohne große Fehler bestanden.

Die Lübecker Interne Regatta fand ein Wochenende später am 16./17.9. statt. Die Katharineum-Ruderriege konnte hierbei fast alle wichtigen Wanderpreise wieder in unsere alten Gemäuer bringen (Hackbrett, Methorn), verlor lediglich den Senatspreis an die Thomas-Mann-Schule, gewann dafür aber den Katia-Mann-Preis. Alle Pokale und Preise sind im und am Riegenschaukasten an der Treppe des ersten Stockes zu sehen.

Schon 2 Tage später brach die Achtermannschaft (Johannes Schneeweiß, Henrik Becker, Lars Peeck, Jan-Ph. Sander, Nikolai Schuelper, Björn Dreyer, Johannes Mader, Andreas Matzke, Stm. Lasse Milinski) zum JtfO-Bundesfinale nach Berlin auf. Nach Vorlauf und Hoffnungslauf kamen sie ins Finale, wo sie mit nur 56/100 Sekunden Rückstand den vierten Platz belegten.

Die Regattasaison schloß mit der von der KRR organisierten Trimmregatta "Rund um Lübeck", wo ein KRR-Vierer die Tagesbestzeit (24,56 sek.) auf der 7 km langen Rundstrecke ruderte (die LN berichteten). Insgesamt nahmen 19 Boote aus ganz Lübeck teil.

Auf der Siegesfeier des Lübecker-Ruderklubs wurde unsere Achtermannschaft besonders geehrt.

Bei der Lampionfahrt des LSRV nahm die KRR auch dieses Jahr wieder teil, wir schmückten den LRK-Doppelachter "Alte Kameraden" mit ganz vielen Lampions und wurden mit dem Preis des bestgeschmückten Bootes ausgezeichnet.

Den Abschluß der Rudersaison bildeten das Riegenfest, welches wir dieses Jahr nach langer Pause wieder feierten, und das Abrudern rund um die Stadt.

Am 15. November wurde bei der Jahreshauptversammlumg der alte Vorstand entlastet, ihm für die Arbeit und den Einsatz gedankt, und anschließend ein neuer gewählt. Der Vorstand setzte sich im Jahre 1999/2000 wie folgt zusammen (Klassen-/Jahrgangsangaben aus dem Schuljahr 2000/2001):

Veranstaltungen wie die Regatten, aber auch, und dies im besonderen Maße, die Wanderfahrten, lassen die Ruderriege zu einer Gemeinschaft zusammenwachsen, die in der Schule wohl einmalig ist. Da jeder seine eigenen Vorstellungen ins Riegenleben einbringen kann, entsteht ein vielfältiges, abwechslungsreiches Riegenleben. Die älteren Schüler bilden die jüngeren im Rudern aus, und so entsteht ein Netzwerk von Freundschaften und Kameradschaft, von der 5. Klasse angefangen bis zum 13. Jahrgang über die gesamte Schülerschaft hinweg.

An der Spitze der Ruderriege steht ein Vorstand, der nur aus Schülern besteht, und eigenverantwortlich handelt. Beratend zur Seite steht ihm ein Protektor.

Dank möchte ich, auch im Namen des Vorstandes, an Herrn Leißring aussprechen, der sich, zuständig für die Schulverschönerung, besonders für eine neue Repräsentation der Ruderriege in der Schule einsetzte und zusammen mit Stephan Huss und Alexander Holtz (aus der Ehemaligenvereinigung der KRR) zwei Informationstafeln über die lange Geschichte der Riege aufhängte sowie die gekreuzten Skulls über dem Schaukasten anregte (Der Schaukasten steht im Treppenhaus des ersten Stocks, zwischen Raum 1.04 und 1.05).

Simon Albrecht, 12. Jhg.

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